Schon früh habe ich begonnen mit meiner Stimme zu arbeiten, in Schauspielgruppen beim Schulchor und später auch als Sänger in einer Band. Die Arbeit mit Stimme ist für mich eine besondere Form des emotionalen Ausdrucks. Mittlerweile konnte ich mein Hobby zum Beruf machen. Neben zahlreichen praktischen Erfahrungen habe ich mich im Studium in den Fächern Sprach- und Sprechwissenschaft an der Universität Leipzig sowie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg auch theoretisch mit den Phänomenen Sprache und Stimme beschäftigt. 

Aus Erfahrung kann ich sagen: Die Kunst des Sprechers besteht darin, sich einer Sprechsituation bewusst zu sein und sich auf diese einlassen zu können – ein Livereporter spricht bewegter als ein Nachrichtensprecher. Ein Moderator vermittelt und spricht eindringlicher als der Sprecher eines Hörbuchs. Ein Werbesprecher spricht exzentrisch, der Sprecher eines Dokumentarfilms spricht beschreibend, ein Synchronsprecher gestaltet.

  • Audiodeskription
  • Sportstimme
  • Studiosprecher

Meine ersten Erfahrungen habe ich als Sprecher für Hörzeitungen gesammelt. In der Folge habe ich mich intensiv mit dem Thema Sehbehinderung auseinandergesetzt und arbeite mittlerweile regelmäßig mit sehbehinderten und blinden Menschen zusammen. Meine Tätigkeiten als Radiojournalist und Sprecher für Live-Audiodeskription sind damit eng verbunden. Ich setze mich für Barrierefreiheit und Inklusion ein und unterstütze zahlreiche Vereine und Initiativen, die sich mit dem Thema Menschen mit Sehbehinderung befassen. Zudem arbeite ich als Autor für Hörfilme und Schauspiel-Audiodeskription.

Gleichzeitig arbeite ich als Sportjournalist, bin Mitglied im VDS und regelmäßig bei Sportveranstaltungen als Kommentator oder Reporter im Einsatz. Die Dynamik verschiedener Sportarten fasziniert mich. Die Leistungen der Sportlerinnen und Sportler motivieren mich zusätzlich. Als Sprecher habe ich Erfahrung darin, mit meiner Stimme die Emotionen einer Veranstaltung zu vermitteln. Ich bin selbst auch Sportfan. Deshalb habe ich mich in meiner Master-Abschlussarbeit mit den Themen Sprache und Sprechen in Fußball-Reportagen befasst. 

Außerdem fühle ich mich als Studiosprecher wohl. Jeder Sprechtext stellt andere Herausforderungen. Ich lese zum Beispiel barrierefreie Hörbücher für die Deutsche Zentralbücherei für Blinde. Hinzu kommen Infomagazine, Audioguides und Film-Audiodeskription. Der Beruf des Sprechers umfasst mittlerweile oft mehr als nur die stimmliche Darbietung. Ich bin es deshalb gewohnt, auch in redaktionelle Abläufe mit eingebunden zu sein. Hierbei bringe ich gerne meine Erfahrungen als Autor ein. Bleibt dann noch Zeit, musiziere ich mit meiner Band, bei der ich seit über zehn Jahren als Texter und Sänger aktiv bin.